Elisabeth Meyer-Renschhausen

Nahrung ist lebensnotwendig für unseren Organismus, sie ist zentral eine entscheidende Rolle für die Gesundheit. Sie hat aber auch etwas mit kultureller Identität zu tun und wandelt sich in den letzten Jahren rasend schnell. Vom Mangel der Nachkriegsjahre über eine sagenhafte Fresswelle der 1960-70er Jahre zu einer neuen Esskultur spätestens seit Beginn des neuen Jahrhunderts. Noch Anfang der 1990er Jahre schien es so, als verschwände unsere Esskultur in den Schlünden einer immer grösser werdenden Imbisskultur. Aber bereits Mitte der 1990er Jahre zeigen sich neue Trends. Seit der Jahrhundertwende steigt der Absatz von Biolebensmitteln. Teile der Jugend zelebrieren eine neue Kultur des Ernährung und bekochen sich aus der "Abokiste" von ihrem Bauern.

Weltweit leben 50% aller Menschen auf dem Land und von der Landwirtschaft. Trotz Urbanisierung steigt die Zahl der Bauern. Obwohl genügend Lebensmittel produziert, um alle Menschen ernähren zu können, nimmt die Zahl der Unterernährten und Hungernden zu. In den reichen Ländern leiden die Menschen am Zuviel, an krankhafter Fettsucht und Diabetes. Processed food führt offenbar zu Diabetes, Allergien und übergewicht. Denn die industriell vorgefertigten Lebensmittel enthalten aus Gründen der Haltbarkeit zuviel Fett, Kristallzucker, Industriemehl, Salz und unverdauliche Konservierungsstoffe. Dazu kommt ein Zuviel an Dünger und Agrargiften in der profitorientierten Landwirtschaft.

Was sind die Gründe für die Verbreitung von Fastfood und Imbissbetrieben?
Wieso essen die Leute Fleisch?
Warum nimmt das Interesse an biologisch produzierten Lebensmitteln zu?
Was heißt Ernährungssicherheit?

Bücher

Der Streit um den heissen Brei - Zu ökologie und Geschlecht einer Kulturanthropologie der Ernährung,
Herbolzheim, Centaurus, 2002

Aufsätze und Publikationen

Das Ende der Tafelrunde, in: Andreas Heistinger, Daniela Ingruber (hrsg.), Esskultur – Gutes Essen in Zeiten mobiler Zutaten, Wien: Mandelbaum 2010, 24-45

Mit Gentechnik zum Saatgutmonopol. Ein kanadischer Farmer warnt vor Monsanto,
in: Der Rabe Ralf - Die Berliner Umweltzeitung, April/Mai 2008

Ernährungswende von unten - Kochen und Gärtnern als politische Opposition, ein Bericht aus den USA,
in: Der kritische Agrarbericht 2007, Hamm/Westfalen: AbL-Verlag 2006, 272-275

Welternährung zwischen bäuerlicher Hauswirtschaft und Exportlandwirtschaft. Zur Bedeutung der Eigenarbeit für die Ernährungssicherheit,
in: gender...politik...online, Freie Universität Berlin, Oktober 2006

Kommunale Bodenvorratshaltung statt Abwicklung der Bodenreform in Ostdeutschland,
in: Zeitschrift für Sozialökonomie, Nr.148, April 2006, S. 20-24

Gänse im Garten - Zur sozialen Bedeutung von Kleinstlandwirtschaft und Nutzgärten am Beispiel Gartz an der Oder,
in: Der Kritische Agrarbericht - Landwirtschaft 2002, hrsg. vom Agrarbündnis e.V. und der AG Land- und Regionalplanung am FB Stadt- und Regionalplanung an der Universität GHS Kassel, Kassel/Rheda-Wiedenbrück/Hamm, 2002, 166-172

Dietetics, Health Reform and Social Order: Vegetarianism as a Moral Physiology at the Turn of the Nineteenth Century. The Example of Maximilian Bircher-Benner (1867-1939), together with Albert Wirz, in: Medical History, 43.1999, 323-341

Erwerbslosigkeit, zerfallende Dorfgemeinschaften und die Rolle der Subsistenzwirtschaft,
in: Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie, 46. Jg. 1998 H 1, 60-76, 3-9

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