Nahrung ist nicht nur lebensnotwendig für den Organismus, sie spielt zudem eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und für die kulturelle Identität. Unsere Ernährungsformen wandelten sich in den letzten Jahren rasend schnell.
Vom Mangel der Nachkriegsjahre über eine sagenhafte Fresswelle
der 1960-70er Jahre zu einer neuen Eßkultur spätestens seit Beginn des neuen Jahrhunderts. Noch Anfang der 1990er Jahre schien es so, als verschwände unsere Eßkultur in den Schlünden einer immer größer werdenden Imbißkultur. Aber bereits Mitte der 1990er Jahre zeigen sich neue Trends. Seit der Jahrhundertwende steigt der Absatz von Biolebensmitteln. Teile der Jugend zelebrieren eine neue Kultur des Ernährung und bekochen sich aus der "Abokiste" von ihrem Bauern.
Weltweit leben 50% der Menschheit auf dem Land und von der Landwirtschaft. Entgegen aller Prognosen steigt die Zahl der Bauern auf Weltebene. Weltweit werden genügend Lebensmittel produziert, um alle Menschen zu ernähren. Dennoch nimmt die Zahl der Unterernährten zu, nicht ab. In den reichen Ländern leiden die Menschen dagegen am Zuviel und an krankhafter Fettsucht und Diabetes. In Europa reagieren Menschen auf den Ernährungswandel zur processed food
zunehmend mit Diabetes, Allergien und Übergewicht. Industriell vorgefertigte Lebensmittel enthalten aus Gründen der Haltbarkeit zuviel Fett, Kristallzucker, Industriemehl, Salz und unverdauliche Konservierungsstoffe. Dazu kommen Agrargifte der profitorientierten Landwirtschaft.
Welches sind die Gründe der Vorliebe für das schnelle Essen in durchrationalisierten Imbißbetrieben?
Woher kommt die wachsende Nachfrage nach Fleisch?
Warum nimmt das Interesse an biologisch produzierten Lebensmitteln zu?
Was muß passieren, damit sich alle Menschen ausreichend ernähren können?
Mit Gentechnik zum Saatgutmonopol. Ein kanadischer Farmer warnt vor Monsanto,
in: DER RABE RALF - Die Berliner Umweltzeitung, April/Mai 2008
Ernährungswende von unten - Kochen und Gärtnern als politische Opposition, ein Bericht aus den USA,
in: Der kritische Agrarbericht 2007, Hamm/Westfalen: AbL-Verlag 2006, 272-275
Welternährung zwischen bäuerlicher Hauswirtschaft und Exportlandwirtschaft. Zur Bedeutung der Eigenarbeit für die Ernährungssicherheit,
Oktober 2006
Kommunale Bodenvorratshaltung statt Abwicklung der Bodenreform
in Ostdeutschland,
in: Zeitschrift für Sozialökonomie, Nr.148, April 2006, S. 20-24
Gänse im Garten - Zur sozialen Bedeutung von Kleinstlandwirtschaft und Nutzgärten am Beispiel Gartz an der Oder,
in: Der Kritische Agrarbericht - Landwirtschaft 2002, hrsg. vom Agrarbündnis e.V. und der AG Land- und Regionalplanung am FB Stadt- und Regionalplanung an der Universität GHS Kassel, Kassel/Rheda-Wiedenbrück/Hamm, 2002, 166-172
Dietetics, Health Reform and Social Order: Vegetarianism as a Moral Physiology at the Turn of the Nineteenth Century. The Example of Maximilian Bircher-Benner (1867-1939),
together with Albert Wirz, in: Medical History, 43.1999, 323-341
Erwerbslosigkeit, zerfallende Dorfgemeinschaften und die Rolle der Subsistenzwirtschaft,
in: Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie, 46. Jg. 1998 H 1, 60-76, 3-9
Humanökologie und Kapitalismuskritik,
Hrsg. zusammen mit Wolfgang Schluchter, Cottbus, Brandenburgisch-Technische Universität Cottbus, UWV Eigenverlag, 2007
Der Streit um den heißen Brei - Zu Ökologie und Geschlecht einer Kulturanthropologie der Ernährung,
Herbolzheim, Centaurus, 2002