Elisabeth Meyer-Renschhausen

Interkulturelle Gärten, das bedeutet frisches Gemüse aus eigenem Anbau mitten in der Stadt im Miteinander unterschiedlicher Kulturen. In den Gemeinschaftsgärten buddeln Bürger, Zugereiste, Geflüchtete und Hiesige, Jung und Alt gemeinsam. Mit etwas Glück können sie später gemeinsam betrachten und verspeisen, was sie gesät und gepflegt haben.

Berlin / New York / Oldenburg / Hannover / Göttingen

in Berlin

Das Gleisdreieck ist eine ehemalige Brachfläche in der Mitte Berlins. Dank der AG Gleisdreieck und anderen Bürgerinitiativen ist daraus der Park auf dem Gleisdreieck geworden. Als Besonderheit wurden hier deshalb zum ersten Mal in Berlin Interkulturelle Gärten und Kleingärten integriert.

auf dem Gleisdreieick - der Garten "Rosenduft" (Sommer 2008)

in New York

Community Garden "B6" in New York


"Backyard Garden"

in Oldenburg

Interkulturelle Gärten in Bloherfeldeoldenburg
Die Gruppe entstand im Mai 2009 auf Anregung von Frau Dr. Ayça Polat. Verwirklicht wurde der Garten von Elisabeth Meyer-Renschhausen mit Hilfe der Mitarbeiterinnen des lokalen Gemeinwesenzentrums, Doris Ellberg und Cordula Breitenfeldt.
www.stiftung interkultur: Oldenburg bloherfelde


Interkulturelle Gärten in Kreyenbrückoldenburg
Die Interkulturellen Gärten Oldenburg in Kreyenbrück entstanden im Mai 2009 auf Anregung der Integrationsbeauftragten. Sie wurden von Elisabeth Meyer-Renschhausen mit Hilfe der tatkräftigen Unterstützung der Mitarbeiterinnen des Stadtteiltreff Kreyenbrück ins Leben gerufen.
www.stiftung interkultur: Oldenburg Kreyenbrückoldenburg


Interkulturelle Gärten im Kloster Blankenburg
Die Berliner Gartenaktivistin Elisabeth Meyer-Renschhausen hat auf Anregung der Integrationsbeauftragten der Stadt Oldenburg, Frau Dr. Ayça Polat, auf dem Gelände der Zentralen Aufnahme- und Ausländerbehörde des Landes Niedersachsen (ZAAB) einen ersten Interkulturellen Garten in Oldenburg gegründet. Heute gärtnern hier vier Ehrenamtliche aus verschiedenen Ländern resp. Erdteilen zusammen mit den Bewohnern des ZAAB.
www.stiftung interkultur: Oldenburg Kloster Blankenburg


In Oldenburg wurde gerade ein neuer, ein vierter Nachbarschaftsgarten gegründet.

Samstag Vormittag. Als ich ankomme, sehe ich zuerst nur eine grüne Weite zwischen sehr schlichten Wohnblöcken, doch dann entdecke ich eine wild und doch ordentlich in Reih und Glied auf dem Rasen geparkte Herde Fahrräder mit mehreren Kinderanhängern. Daneben winzige Kinderfahrräder. Doch dann entdecke ich die Gruppe selbst. Hinter einem Berg von Gestrüpp, zusammen gefallenen Schuppen nehmen sie hinter einer alten Buchsbaumhecke, eben einen verrosteten alten Zaun aus den Büschen. Andere harken das Laub zusammen und wieder andere stapeln das alte Holz auf eine Haufen. Als ich nach der Initiatorin Melanie Arndt frage, werde ich zu einer jungen Frau in bescheiden grauen Tshirt gebracht, zu der offenbar mehrere kleine Kinder gehören.
Kurzum: Bei schönstem Frühlingswetter wurde am vergangenen Samstag in Ohmstede ein vierter Nachbarschafts-Garten aus der Taufe gehoben. Ungefähr 15 Erwachsenen zusammen mit acht meistens kleineren Kindern hatten einem Aufruf zu einem freiwilligen Arbeitseinsatz Folge geleistet.Punkt 10.00 waren sie mit Gartenharken, Spaten und Drahtschere zum gemeinsamen Arbeitseinsatz an der Rennplatzstrasse 6 erscheinen. Ort der Aktion: Das so genannte "Abstands-Grün" zwischen den 50er- und 60er Jahre Wohnblöcken in der Nähe der ehemaligen lettischen Kirche. Nach kaum anderthalb Stunden war das Werk vollbracht. Der Müll, abgerissene Drahtzäune und zerfallene Holzschuppen waren auf eine Stelle zusammen geschoben worden. Die Arbeitsgruppe gönnte sich eine Pause, aus den mitgebrachten Bollerwagen kamen Saftflaschen, Plastikbecher und Keksdosen hervor. Einer allerdings lies sich nicht beirren, grub still und leise weiter um, bis das erste Beet sauber geharkt da lag. Und siehe da, es war nicht nur eine der Freiwilligen, die Erbsensamen einstecken hatte, aus anderen Hosentaschen kamen Tüten mit Radieschen- und Spinatsamen hervor. So konnten eine kleine Gruppe von Kindern sich daran machen, die ersten Reihen zu sähen. Im Hintergrund unterhielten sich unterdessen geübte Gärtnerinnen - waren sie vielleicht aus Polen, Litauen oder doch eher Kasastan? - welche Bäume stehen bleiben dürften und welche wohl gefällt werden müssten. Denn eines ist klar: ohne Sonne keine Gemüseernte. Und darum geht es der neuen, international zusammen gesetzten Gartengruppe insbesondere: sie wollen Gemüse und Obst anbauen und auch ernten. Den Kindern zeigen zu können, wie Kartoffeln wachsen und wo die Kohlköpfe herkommen, das ist das Motiv die meisten beteiligten Mütter. Zugleich geht es den Nachbarn um Verschönerung der Wohnumgebung und das Schaffen von informellen Begegnungsmöglichkeit, in einer sonst sich leicht fremd bleibenden Wohnblock-Nachbarschaft. Die Idee, so einen internationalen Garten ins Leben zu rufen, war Melanie Arndt, der Initiatorin der Aktion bereits vor über einem Jahr gekommen. Sie hatte im benachbarten Kulturzentrum und Gemeinwesentreff nach gefragt, ob Interesse an einem solchen Projekt bestünde. Und sie war bei den Mitarbeitern Herrn Schmidt und Frau Nasseri sofort auf begeisterte Zustimmung gestossen. Nun begann Melanie Arndt sich telephonisch durchzufragen, wie sie ein derartiges Projekt auf die Beine bekommen könnte. Schliesslich wurde klar, dass die Oldenburger Wohnungsgesellschaft GSG solche Mietergärten-Initiativen gerne unterstützt. Man einigte sich auf ein Teilgrundstück in der Nähe der letzten Mieter-Kleingärten zwischen den Wohnhäusern, die einige alte Menschen, die es 1945 nach Oldenburg verschlagen hatte, hier noch immer betreiben. Eine schöne Nachbarschaft, die die ebenfalls neue Idee des Generationen-übergreifenden Gärtners" mitaufleben lässt.


in Hannover

Internationale StadtteilGärten Hannover e.V.


in Göttingen

Internationale Gärten Göttingen e.V.


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