Elisabeth Meyer-Renschhausen

Die Initiative Berliner Privatdozenten bemüht sich, Politik und Gesellschaft auf die Bedenklichkeiten der derzeitigen Hochschulreformen hinzuweisen. Die Lehre wird der Forschung geopfert und letztere verliert ihre Unabhängigkeit. Entsprechend ist der Umgang an den deutschen Universitäten mit ihren Privatdozenten und Lehrbeauftragten. Eine die Demokratie gefährdende Bildungs- und Intellektuellenfeindlichkeit hält Einzug in die Universitäten.

Die Initiative Berliner Privatdozenten ist ein Diskussionsforum zu strukturellen Berufs- und Sozialproblemen für das Professorenamt qualifizierter Wissenschaftler und denkbaren Auswegen.
Wer war und ist eigentlich für den Hochschulrahmenrechts-Gesetzentwurf 1999/2002 der Bundesregierung und warum?
Wo liegen wichtige Versäumnisse der Hochschul- und Wissenschaftspolitik der Universitäten und Wissenschaftsorganisationen, der Parteien, der Landesregierungen und der Bundesregierung gegenüber den Problemen tausender stellungsloser höchstqualifizierter Wissenschaftler in Deutschland, und was ist angesichts dessen von den Betroffenen politisch zu fordern?
Fördern oder behindern gegenwärtige politische Projekte einer 'europäischen Modernisierung' des Hochschulwesens wissenschaftlich sinnvolle und berechtigte (Art. 5, Abs. 3 GG) Formen der Lehre und Forschung?

weitere Informationen gibt es
hier: Diogenes-Forum,
hier: privdoz.de
und hier: Von der Austreibung des Geistes aus den Universitäten

Auf einem Abendforum "Hochschulpolitik" des Kongresses für Soziologie (9.-13.Oktober 2006 in Kassel) wurden die Mitglieder der Initiative Berliner Privatdozenten beauftragt, ein Buch zur Thematik "Hochschulpolitik" herauszubringen. Das Buch erschien 2009 unter dem Titel: Zur Kritik der europäischen Hochschulpolitik. Forschung und Lehre unter Kuratel betriebswirtschaftlicher Denkmuster
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