Elisabeth Meyer-Renschhausen

Unter dem Müll der Acker - Community Gardens in New York City,
Königstein im Taunus 2004

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Helmer (10. November 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897411563
ISBN-13: 978-3897411562

Gärten in der Stadt? Gar in der Megametropole New York? Geht das? Dass und wie es geht zeigt Elisabeth Meyer-Renschhausen in ihrem in Form einer Reportage gehaltenen neuen Buch. Der Blick in die USA ist aufschlussreich und womöglich auch für Europa wegweisend: In New York City gibt es um die 800 so genannte Community Gardens, die von Nachbarschaftsinitiativen gemeinsam bewirtschaftet werden. [...] Meyer-Renschhausen gelingt eine verblüffend plastische Schilderung dieser Projekte.
(contraste Nr. 244 Januar 2005)

Das Buch ist vielseitig verwendbar und wird von der Autorin selbst als alternativer
Rad-Reiseführer empfohlen.
(Scheinschlag Ausgabe 1 2005)

Elisabeth Meyer-Renschhausen hat die Community Gardens in New York City in den Jahren 2002 und 2003 besucht und zeigt deren Bedeutung v.a. für ärmere Bevölkerungsschichten auf, indem sie die HauptaktivistInnen zu Wort kommen lässt. Mehrheitlich Frauen, darunter zahlreich Migrantinnen und Angehörige ethnischer Minderheiten, haben Brachflächen und Müllplätze zu Gärten umgestaltet, wo sie jetzt Gemüse und Blumen für den Eigenbedarf sowie zum Verkauf auf ökomärkten pflanzen. V.a. in vernachlässigten Stadtvierteln sind derartige Community Gardens entstanden, was die Entwicklung einer Art sozialer Selbsthilfebewegung mit sich brachte: Wer wenig Geld hat, verdient sich durch die Bewirtschaftung eines Nutzgartens etwas dazu bzw. spart durch Subsistenzwirtschaft Geld für Lebensmittel. Diese Entwicklung hat - wie die Autorin zeigt - enorm positive Auswirkungen auf die Stadtviertel. Kriminalität und Vandalismus nehmen ab, v.a. aber stärkt diese Art der Selbsthilfe das Selbstbewusstsein von GhettobewohnerInnen an den Rändern der Gesellschaft und eröffnet ihnen die Chance zur sozialen und politischen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Im Stil der Sozialreportage beschreibt Elisabeth Meyer-Renschhausen die Vielfalt des städtischen Gemüsebaus entlang ihrer Wanderung durch die verschiedenen Community Gardens in New York City. Sie versteht die Ghettoisierung als Ursache des Aufkommens der Community Gardens und zeigt, dass städtischer Gemüseanbau als Ausweg aus Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit gesehen werden kann.
www.frauensolidarität.org/bibliothek/dezember04

von Jürgen Maier
in: socialnet, 10.05.2005
socialnet/rezensionen/1915

von Leonorae Scholze-Irrlitz
in: Rezensionsdienst Europäische Ethnologie/Kulturanthropologie/Volkskunde, 01.02.2007 hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007

von Ulrike Solbrig
in Scheinschlag Berliner Stadtzeitung, Januar 2005
www.scheinschlag.de/archiv/2005

von Maria Mies
auf women and life on earth bücherregal
www.wloe.org/WLOE-de/ressourcen/buecher